Entwöhnungsphasen bei vegetarischer Ernährung

Entwöhnungsphasen für Babys bei vegetarischer Ernährung

Reine Milchernährung (von der Geburt bis etwa zum 6. Monat)

Milch versorgt Ihr Baby bis zu einem Alter von etwa 6 Monaten mit allen Nährstoffen, die es braucht.

Muttermilch ist kostenlos, natürlich und passt sich automatisch den verschiedenen Ernährungsbedürfnissen Ihres wachsenden Babys an. Außerdem hilft sie Ihrem Kind Infektionen abzuwehren, da die Antikörper der Mutter mit der Milch weitergegeben werden. Stillen schafft Freizeit, da Sie keine Zeit auf das Sterilisieren von Fläschchen und weiterem Equipment verwenden müssen. Außerdem hilft Stillen der Gebärmutter sich auf ihre normale Größe zurückzubilden. Und es verbrennt Kalorien, so dass stillende Mütter nach der Geburt schneller wieder ihre alte Figur erlangen.
Wann ein Baby bereit ist für feste Nahrung, ist indviduell verschieden. Grundsätzlich sollte die Entwöhnung nach ungefähr 6 Monaten beginnen. Vor einem Alter von 4 Monaten (17 Wochen) sollte man jedoch nie beginnen!

Wenn Sie Ihr Kind vor dem 6. Monat entwöhnen wollen, sollten Sie dies vorher mit Ihrem Arzt oder Kinderarzt besprechen. Haben Sie sich dann dazu entschlossen, sollten Sie auf Nahrungsmittel verzichten, die Weizen enthalten (wie Brot, Zwieback und Nudeln) und auf solche, in denen Eier oder Nüsse verarbeitet sind. Diese Lebensmittel vertragen Kinder erst ab dem 6. Monat.


Ab dem sechsten Monat

Beginnen Sie, indem Sie Ihrem Kind zur üblichen Fütterungszeit einmal am Tag einen Teelöffel mit püriertem Obst oder Gemüse, Babyreis oder auch pürierten Hülsenfrüchten anbieten, die Sie zuvor mit Mutter- oder Folgemilch verdünnt haben.
Anfangs kommt es nicht auf den Nährwert der festen Nahrung an. Vielmehr geht es darum, ihr Kind an eine Nahrung zu gewöhnen, die nicht komplett flüssig ist. Die normale Mutter- bzw. Folgemilch versorgt es ohnehin noch mit allen notwendigen Nährstoffen.

Lebensmittel, die jetzt probiert werden können:

  • Babyreis
  • Püriertes, weichgekochtes Gemüse wie Kartoffeln, Karotten oder Zucchini
  • Püriertes Obst, z.B. Banane, gekochter Apfel oder gekochte Birne

Nach den ersten Wochen der Entwöhnung können Sie Ihrem Kind erst zwei, dann drei Mal täglich feste Nahrung anbieten. Probieren Sie neue Geschmacksrichtungen und Konsistenzen aus einer immer größeren Auswahl von Obst und Gemüse wie zum Beispiel Avocado, Linsen und grünes Gemüse.

6 – 7 Monate

Baby food

Obwohl die Milch noch immer das wichtigste Nahrungsmittel für Ihr Kind ist, sollten Sie nun allmählich die Menge der angebotenen festen Nahrung erhöhen. Mit sechs Monaten hat ein Baby seine Eisenreserven aufgebraucht und benötigt nun durch die feste Nahrung eine neue Eisenquelle.
Als Eisenlieferanten eignen sich Linsen und andere Hülsenfrüchte (weich gekocht), Aprikosen, angereicherte Getreideflocken für Babys und grünes Blattgemüse.

Achten Sie darauf, dass Ihr Baby ausreichend Vitamin C zu sich nimmt, da dieses bei der Aufnahme von Eisen von großer Bedeutung ist. Vitamin C finden Sie in vielen Obst- und Gemüsesorten sowie in verdünnten Fruchtsäften.

Nach dem sechsten Monat können auch Milchprodukte wie Joghurt und Frischkäse sowie Weizen- und Hafermehlprodukte wie Haferbrei angeboten werden.

8 – 12 Monate

Apricot

Sie sollten Ihr Baby während des ganzen ersten Lebensjahres mit Mutter- oder Folgemilch ernähren. Nach 8 Monaten können Sie zunehmend feste Nahrung und eine immer größere Bandbreite an Geschmacksrichtungen und Konsistenzen hinzufügen.

Jetzt können Sie auch das normale Essen Ihrer Familie gestampft oder püriert anbieten, sofern darin kein zusätzliches Salz enthalten ist. Bislang fein pürierte Linsen, Erbsen und Bohnen kann Ihr Baby nun auch weichgekocht und nur noch gestampft zu sich nehmen.

Rohe (geschälte) Früchte und Gemüse darf Ihr Baby nun genauso probieren wie Brotstückchen und -krusten. Jetzt kommen die Zähne durch und Ihr Baby lernt immer besser zu kauen. Damit kann es viele Gerichte versuchen, die auch der Rest der Familie isst - z.B. Toast oder Sandwiches. Ab dem ersten Geburtstag sollte Ihr Kind drei Mahlzeiten sowie zwei oder drei zusätzliche Snacks pro Tag zu sich nehmen.