1. Wieviel sollte mein Kind bei den Mahlzeiten essen?

Das ist bei jedem Kind und von Tag zu Tag individuell verschieden. Sie sollten jedoch im Laufe der Zeit immer mehr Essen anbieten. So finden Sie selbst heraus, wieviel Ihr Kind essen möchte. Solange es normal wächst und gedeiht, wissen Sie, dass es genug Nahrung zu sich nimmt. Wenn sein Gewicht unterhalb des Minimums im Wachstumsdiagramm fällt, sollten Sie einen Kinderarzt oder Gesundheitsexperten konsultieren. Dadurch stellen Sie sicher, dass Ihr Kind das Richtige in der benötigten Menge isst. Allgemein gesprochen sollte jede Mahlzeit zu einem Drittel aus stärkehaltigen Kohlenhydraten (z.B. Brot, Nudeln, Kartoffeln oder Reis), einem Drittel Obst oder Gemüse und einem weiteren Drittel Fleisch, Fisch oder Hülsenfrüchten bestehen. In diesem Entwicklungsstadium sollte Ihr Kind ein herzhaftes Hauptgericht und ein süßes Dessert mit Früchten, Joghurt oder einen Milchpudding bekommen.

2. Soll ich meinem Kind Fruchtsaft zu den Mahlzeiten geben?

Gut verdünnt sind Fruchtsäfte kein Problem. Sie sind für viele Kinder dank der enthaltenen Vitamine sogar sehr gut. So hilft Vitamin C bei der Eisenaufnahme. Allerdings besteht die Gefahr, dass Ihr Kind sich an den Fruchtsäften sozusagen satt trinkt und dafür dann weniger Nahrhaftes isst. Probieren Sie, Ihrem Kind abwechselnd ein Glas Wasser und dann wieder stark verdünnten Fruchtsaft zu geben.

3. Mein Kind will kein Gemüse essen. Was kann ich dagegen tun?

Ihre Haltung zum Essen ist der Schlüssel für die Nahrungsvorlieben, die Ihr Kleinkind nicht zuletzt dadurch entwickelt, dass es Ihr Verhalten imitiert. Stellen Sie also sicher, dass der Rest der Familie viel Gemüse zu sich nimmt. Solange Ihr Kind eine große Vielfalt verschiedener Nahrungsmittel isst, darf es ruhig gelegentlich mal etwas nicht mögen. Sie als Eltern müssen nur konsequent sein und es immer wieder versuchen. Bloß, weil Ihr Kind jetzt etwas nicht essen möchte, sollten Sie nicht glauben, dass das unveränderlich sei. Bieten Sie diese Nahrungsmittel immer wieder an, als sei das ganz normal. Geben Sie Ihrem Kind nie das Gefühl, dass es Aufmerksamkeit – in welcher Form auch immer – erzwingen kann, indem es z.B. etwas nicht isst. Loben Sie es lieber, wenn es dann doch mal ein wenig Gemüse isst. Das kann äußerst hilfreich sein. Außerdem ist es gut möglich, dass Ihr Kind allein durch die Tomaten und Zwiebeln, die Sie bei der Zubereitung von vielen Gerichten verwenden, bereits mehr Gemüse zu sich nimmt, als Ihnen bewusst ist.