Essgewohnheiten

So führen Sie Ihr Kind erfolgreich an gesunde Essgewohnheiten fürs ganze Leben heran:

Wann soll ich abstillen?*

Babys sind schon früh bereit, neue Geschmacksrichtungen auszuprobieren. Daher sollten Sie spätestens nach 6 Monaten* mit dem Abstillen beginnen. Unter 4 Monaten (17 Wochen) sollten Babys aber nie feste Nahrung zu sich nehmen.

So beginnen Sie mit dem Abstillen*

Beginnen Sie mit einer kleinen Menge eines sehr cremigen Breis von flüssiger Konsistenz (gründlich zerkleinern mit dem Braun Multiquick Stabmixer und mit Mutter- bzw. Babymilch strecken). Bieten Sie Ihrem Baby zunächst eine kleine Menge auf der Löffelspitze an, so dass es sich an das Gefühl im Mund gewöhnen kann. Bedenken Sie, dass Ihr Baby bisher nur Flüssigkeiten zu sich genommen hat. Ein oder zwei Teelöffel Püree pro Tag sind für den Anfang vollkommen ausreichend.

Babys sind es gewohnt, dass ihnen die Nahrung aus der Brust oder Flasche sozusagen mühelos entgegenströmt. Daher empfiehlt es sich, Ihr Baby zunächst ein wenig wie gewohnt zu füttern und ihm erst danach feste Nahrung anzubieten. Es ist dann nicht mehr ganz so hungrig, wenn es Nahrung mit neurartigem Geschmack und ungewohnter Konsistenz erhält. Füttern Sie anschließend wie gewohnt zu Ende.

Es ist grundsätzlich ratsam, zunächst Breis aus einer einzigen Zutat (verdünnt mit Mutter- oder Folgemilch) zu verwenden, bevor Sie Ihrem Baby etwas Gemischtes anbieten. Denken Sie daran: feste Nahrung ist für Ihr Baby noch ganz neu. Kann es sich anfangs für etwas nicht begeistern, probieren Sie es am nächsten Tag wieder. Sollte etwas überhaupt nicht gefallen, warten Sie ein paar Tage mit dem nächsten Versuch.

Um Ihrem Baby beizubringen, was gut schmeckt und gesund ist, sollten Sie ihm in der Entwöhnungsphase* möglichst unterschiedliche, frisch zubereitete Speisen anbieten. Sobald Ihr Kind sich nicht mehr ausschließlich von Milch ernährt, sondern zu anderen Nahrungsmitteln übergeht, beginnt es sie zu unterscheiden, zu mögen und neue Geschmacksrichtungen und Konsistenzen zu akzeptieren. Die Vorlieben, die das Kind in dieser Phase entwickelt, können es das ganze Leben lang begleiten.

Was Ihr Kind mag, richtet sich auch danach, was Sie als Eltern zu sich nehmen. Sobald die Kleinen aufrecht sitzen können, werden sie Ihnen mit Begeisterung beim Essen zuschauen. So lernen sie, was man essen kann – also ist es wichtig, dass Sie sich in dieser Phase gesund ernähren und Ihrem Kind deutlich zeigen, wie sehr Sie das Essen mögen.

Baby and spoon

Gegen Ende der Abstillphase*

Nun können die Breis sukzessive dickflüssiger werden, in dem Sie sie mit immer weniger Mutter- oder Folgemilch verdünnen und etwas gröber mit dem Braun Multiquick Stabmixer pürieren. Nach den ersten festen Mahlzeiten können Sie nach und nach neue Geschmacksrichtungen einführen.

Zwingen Sie Ihr Baby nie, mehr zu essen, als es will. Lassen Sie ihm so viel Zeit beim Essen, wie es braucht. Wenn es sich an feste Nahrung gewöhnt hat, können Sie ihm zwei Mahlzeiten pro Tag geben, und später drei.

Kleinkind und Vorschulalter

Geben Sie Kindern unter fünf Jahren nie ganze Nüsse zu essen. Schneiden Sie auch Trauben, Möhren und andere Lebensmittel in kleine Stücke, damit sich Ihr Kind nicht verschluckt.

Zeitweise haben Kleinkinder einseitige Ernährungsvorlieben. Solche Phasen gehen meist von selbst vorüber, auch wenn sie bei manchen Kindern ausgeprägter sind als bei anderen.

Viele Kleinkinder, die wählerische Esser sind, nehmen neue Lebensmittel viel eher an, wenn sie sie gemeinsam mit anderen kleinen oder größeren Kindern essen.

Denken Sie daran, dass Kleinkinder nicht jeden Tag dieselbe Menge Nahrung zu sich nehmen. Manche Eltern reagieren darauf überängstlich, worauf wiederum die Kleinkinder reagieren, indem sie (noch) weniger essen.

Setzen Sie Essen nicht als Bestechung oder Belohnung ein – etwa nach dem Motto: „Wenn Du das hier isst, kannst Du jenes haben“. Damit würden Sie Ihrem Kind nur suggerieren, dass es gute und schlechte Nahrungsmittel gibt.

Baby and food

Selbständig essen

Sobald Ihr Baby nach zerdrückter Banane, gekochten Äpfeln und ähnlichen, weichen Nahrungsmitteln greifen kann (etwa ab dem 7. oder 8. Monat), möchte es anfangen selbständig zu essen. Wenn es das signalisiert, sollten Sie ihm einen Löffel zum Halten geben, während Sie es mit einem Zweiten füttern.

Jetzt wird das Füttern zu einer klebrigen Angelegenheit. Doch nur so lernt es Ihr Kind. Ab 6 Monaten können Sie auch beginnen, es schluckweise Mutter- oder Folgemilch aus einer Schnabeltasse trinken zu lassen.
Um Chaos beim Essen zu vermeiden, stellen Sie alle Nahrungsmittel bereit, bevor Sie Ihr Kind zum Füttern an den Tisch oder ins Hochstühlchen setzen.

Wieviel sollte ich meinem Kind zu trinken geben?

Babys (bis 6 Monate)
Zu Beginn der Entwöhnung bekommen Babys die nötige Flüssigkeit noch über die Muttermilch sowie ihre feste Nahrung. Bei sehr heißem Wetter sollten Flaschenbabys zusätzlich ein wenig Wasser bekommen, das man erst abkocht und dann abkühlen lässt.

Babys (7 bis 12 Monate)
Wenn die Nahrung jetzt immer fester wird und daher weniger Flüssigkeit enthält, sollten Sie zu den Mahlzeiten zusätzlich etwas Wasser aus einer Tasse anbieten.

Kleinkinder
Bieten Sie Ihrem Kleinkind 6 bis 8 Mal pro Tag etwas zum Trinken an. Milch und Wasser eignen sich am besten, da sie den Zähnen nicht schaden. Geben Sie Säfte, süße Getränke und kohlensäurehaltige Limonaden nur sehr sparsam. Sie füllen den Magen und können dazu führen, dass bei den Mahlzeiten weniger gegessen wird.


*Babys sind nicht alle zum gleichen Zeitpunkt bereit, feste Nahrung auszuprobieren. Sollten Sie dazu Fragen haben, wenden Sie sich unbedingt an Ihren Kinderarzt.